BIOGRAPHYBMX: Action und Show von klein auf![]() Als Dominik Hoerner 1984 zur Welt kam hatte er zwar noch kein Snowboard an den Füßen, aber sein erstes Sport-Gerät faszinierte ihn bereits sehr zeitig. Als andere Kinder seines Alters noch mit Gehenlernen beschäftigt waren bewegte er sein erstes Kinder-Fahrrad bereits äußerst sicher. Die BMX-Bahnen in und rund um Wien hatten bei den Familienausflügen am Wochenende eine nahezu magische Anziehungskraft. Jeden Tag stundenlanges Üben von Sprüngen mit dem ersten BMX-Rad hatte seine Folgen. Einerseits war Dominik Stammgast im Meidlinger UKH, andererseits konnte er sich mit 6 Jahren nach nur wenigen Monaten Training auf der BMX-Anlage in Wien/Vösendorf bereits für die erste EM-bzw. WM-Teilnahme seines jungen Lebens qualifizieren. Und das gleich mit erstaunlichem Erfolg. Ein 6. Platz bei der EM und ein 5. Platz bei der WM in Frankreich waren ein sensationelles Ergebnis. In den folgenden Jahren konnte er über 100 nationale und internationale Rennen gewinnen. Den Höhepunkt stellten die jeweils 3. Plätze bei der WM 1991 in Norwegen und der EM 1990 in London dar, ebenso wie der Sieg des Europacups 1992. Über 4 Jahre war Dominik, übrigens genau so wie seine Schwester Bernadette, in seiner Altersklasse einer der besten BMX-Fahrer der Welt. Bereits mit 10 Jahren war es also an der Zeit, neue Herausforderungen zu suchen und eine 2. sportliche Karriere zubeginnen. TENNIS: mit Kondition und viel Gefühl zum Erfolg ![]() Der Einstieg in das Sportgymnasium Astgasse (Wien 14) bildete die ideale Voraussetzung für die weiteren sportlichen AKtivitäten, zumal die schulischen Leistungen von Dominik ebenfalls recht gut waren. Von nun an ging es nach der Schule täglich auf den Tennisplatz (Heerestennis-Club) und die gelbe Filzkugel wurde unermüdlich übers Netz geprügelt. Nach 2 Jahren intensiven Trainings gabs die ersten Turniersiege und die Aufnahme in den Jugendkader des Wiener Tennisverbandes. Die Erfolge für den Heeres-Tennisclub in WIen brachten Dominik auch den Titel eines "Heeressportlers des Jahres 1997", eine interessante Ehrung für einen damals 13-Jährigen. Sein Tennistrainer war es dann allerdings auch, der Dominik mit Begeisterung vom Snowboarden erzählte, und somit erfolgreich den Virus für die nächste Sportart verbreitete. SNOWBOARDEN: Feel free am Board mit Freestyle ![]() 1996 verbrachte Dominik "Doxi" Hörner das erste Snowboard-Wochenende am Niederalpl. Das erste Board war ein Raceboard, aber schon nach einigen Wochen wurde mit dem Board mehr gesprungen als gecarvt. Ab diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass Freestyle die bevorzugte Bewegungsmethode von Dominik mit dem Snowboard sein wird. Nach drei Jahren Boarden entschied sich Dominik (inzwischen 15) zur ersten Teilnahme an einem Freestyle-Contest - und es wurde ein voller Erfolg. Am Wiener Rathausplatz konnte er sich hinter PRO's wie Tom Wanner und dem leider verstorbenen Ayao Wewe auf das Siegertreppchen stellen, noch vor einigen angereisten Profis aus der Boarder-Szene. Dieser erste Erfolg sollte auch Folgen haben. Der Freestyle-Club von der A1-Waterramp (www.freestyle.at)auf der Wiener Donau-Insel holte sich Dominik und noch 3 junge Boarder auf die Anlage und unterstützte sie mit optimalen Trainingsbedingungen auf der Wasserschanze. Für die Contests im Winter wurde ein Bus zur Verfügung gestellt und einige Spesen für die weite Reisen wurden ebenfalls bezahlt. Und es machte sich auch bezahlt. Wo die jungen Boarder aus dem Flachland (Dominik aus WIen und 3 Steirer) auftauchten, wurden die Stockerlplätze für die anderen rar. Mit dieser Begeisterung konnte nun auch eine große Marke als Material-Sponsor überzeugt werden. Die Firma HEAD rüstete Dominik und die anderen 3 Jungs, Hans Kainz, Roman Königshofer und Markus Raser mit Boards, Bindungen.. usw aus. Der Erfolg ließ nur bis zum Saisonstart 2000 auf sich warten. Dominik gewinnt sofort 2 von 3 Quali-Contest für die Soul-City, darunter sogar ein Dreifach-Sieg der damaligen HEAD-Jungs in St. Corona. Dies bedeutete auch die Teilnahme am Finale der SwatchSoulCity 2000 in Wien. Die guten Ergebnisse von Dominik Hörner machten auch den ÖSV auf sich aufmerksam. Nach einem weiteren Sieg beim einem nationalen FIS Big-Air durfte er ein halbes Jahr mit Nici Pederzolli und Trainer Alex Rottman mit den ÖSV-Fahrern trainieren. Das Potential von Dominik wurde bald erkannt, die Chemie mit dem Trainerstab stimmte ebenfalls - somit fährt Dominik seit 2002 im ÖSV-Freestyle-Snowboardteam. Die Snowboard-WM im Jänner 2003 am steirischen Kreischberg schien als erklärtes Saisonziel durch eine Meniskus-Operation kurz davor schon abgehakt. Doch der ÖSV nominierte Dominik noch am Spitalsbett für die Teilnahme bei der WM. Dieser Vertrauensbonus motivierte den jungen Boarder derart, dass er genau 4 Wochen nach der OP bereits wieder beim Weltcup in der City von Salzburg am Start stand. Dominik bedankte sich für die Teilnahme bei der WM mit dem Erreichen des Halbfinales und einem respektablen 19. Platz, womit er auch bester Österreicher war. HEERESSPORTLER: Nun aber als Snowboarder ![]() Über die Sinnhaftigkeit des Wehrdienstes kann man viel diskutieren, Tatsache ist allerdings dass es ihn gibt und dass er die sportliche Laufbahn eines jungen Sportlers oft gehörig ins Wanken bringt. Dominik wurde mit Unterstützung des ÖSV als erstem Freestyle-Snowboarder die Möglichkeit geboten, den Präsenzdienst als Heeressportler abzuleisten, eine Novität bei den Snowboardern, denn Freestyler waren bisher noch nie durch den Heeressport unterstützt worden. Nach 6 Wochen Grundwehrdienst mit Sportlerkollegen wie Florian Liegl aus dem Lager der "Ski-Adler" hatte Dominik im Herbst 2003 die denkbar besten Trainingsbedingungen. Außerdem stellten sich neue Sponsoren ein, wie Hervis und Limited4You, deren Material Dominik zur Verfügung hat, außerdem fettet McDonald's noch etwas das Spesenkonto von Dominik auf, sodass für 2003/04 die Weltcup-Starts rund um den Globus für die gesamte Saison erstmals halbwegs finanziert ist. Im Herbst 2003 beginnt Dominik Hoerner sein Studium der Sportwissenschaften an der Uni Wien (Schmelz) und seine Aktivitäten als geprüfter Snowboard-Trainer (Aktion Ski4free). ![]() Im Dezember 2003 schlägt der Verletzungsteufel zu: Knöchelbruch in Tandadalen (SWE) beim ersten Saison-Contest. Obwohl Dominik sich in super Form befindet (Platz 6 im ersten Durchgang beim BA in Tandadalen) scheint die Saison auch gleich wieder vorbei. ![]() Doch es sollte noch ein tolles Comeback in der laufenden Saison geben. Genau 3 Monate nach seinem Knöchelbruch ist Dominik Hoerner bereits wieder im Weltcupzirkus zurück und belegt beim Weltcup Big-Air in Mt. Bachelor (USA) den hervorragenden 10. Platz - trotz 15 cm langer Matallplatte und 7 Schrauben in seinem Wadenbein. Damit haben selbst seine Ärzte nicht gerechnet. Sieg bei der UNIVERSIADE 05 / Studentenweltmeister im BIG-AIR Doch ein weiteres Highligt sollte im Jänner 2005 folgen. Bei der in Innsbruck stattfindenden UNIVERSIADE 05 gewinnt Dominik den erstmals stattfindenden Bewerb BIG-AIR und darf sich seither STUDENTEN-WELTMEISTER nennen. Und das trotz 15 cm langer Metallplatte plus zugehöriger 7 Schrauben im Knöchel - eine Leistung, die daher nicht hoch genug einzuschätzen ist. ![]() Beflügelt vom WM-Titel in Innsbruck gabs auch noch einige TOP 3 Platzierungen bei verschiedenen Contests der freien Szene. Im Sommer 05 wurde dann endlich das Altmetall aus dem Knöchel entfernt, sodaß einer guten Saison 05/06 nun nichts mehr im Wege stehen sollte. Aber es kam 1. anders als man 2. denkt: Nach einer guten Vorbereitung für die neue Saison in Chile und danach in der Schweiz gabs bei der Pleasure Jam am Dachstein (Nov. 05) einen herben Rückschlag. Obwohl super in Form (Best Trick des Tages bei der Pleasure Jam) holte sich Dominik einen Kreuzbandriß im linken Knie nach einem Jump der viel zu weit ging. Shit happens, die Saison 2005/06 ist somit noch vorbei, bevor sie so richtig angefangen hat. DIGITAL-PROJECTS |